
KRAFTVOLLER ROMAN ÜBER UND VON EINER STARKEN FRAU - ein kraftvoller und emanzipierter frauenroman aus der mitte des 19. jahrhunderts, handelnd von ehelicher unterdrückung, der unfähigkeit der frauen, aus dieser misere zu entkommen, abhängigkeit sowie alkoholsucht, flucht vom ehemann und die daraus resultierende schande für die frau etc. im großen und granzen aber ein wunderschöner liebesroman und auf ungewöhnliche weise gestaltet: ein mann erzählt einem freund in mehreren langen briefen, wie er seine jetzige frau kennen gelernt hat und welche hürden die beiden auf dem weg dahin meistern mussten. das herz des romans bilden die tagebuchaufzeichnungen eben dieser ehefrau, während ihrer ersten, kläglichen zum scheitern verdammten ehe und deren leiden und unterdrückungen durch die hand ihres damaligen ehemannes. eine von innerer kraft und glauben an und hoffnung in gott nur so strotzende geschichte, geschrieben von einer starken frau.
Spannende Geschichte einer tapferen Frau - Anne Bronte, (leider!!) stets die letztgenannte der talentierten Bronte-Schwestern, hat mit diesem Roman auf Probleme aufmerksam gemacht, die in einem Buch zu beschreiben für ihre Zeit eher untypisch waren. Der heutige Leser oder die heutige Leserin wird aber feststellen, dass sie mit ihren Schilderungen ihrer Zeit voraus war, und dass sie sich nicht vor ihren Schwestern Charlotte und Emily Bronte zu verstecken braucht!Ihre Heldin, die hübsche Helen, kommt gemeinsam mit ihrem Sohn als unbekannte Schönheit in eine kleine englische Ortschaft und zieht in die alten Gemäuer der Wildfell Hall ein. Da sie über ihre Vergangenheit nichts verraten möchte, sondern nur vorgibt, Witwe zu sein, zieht sie bald den Klatsch und Tratsch der Ortschaft auf sich - nur einer, der junge Gilbert Markham, empfindet Sympathie und bald auch Liebe für sie, die sie nicht erwidern darf, sie gibt ihm ihr Tagebuch zu lesen. Anhand eben dieses Tagebuchs erfahren wir sodann die Vorgeschichte der Helen Huntington - einer Frau, die genaue Vorstellungen von ihrem zukünftigen Ehemann hatte, und sich auch gestattete, diese Vorstellungen zu äußern. In dem charmanten Arthur Huntington glaubte sie, ihre große Liebe gefunden zu haben, doch er entpuppte sich als vergnügungssüchtiger Trinker, und machte Helen das Leben zur Hölle.... und das bis zu ihrer verzweifelten Flucht mit ihrem Sohn, die sie nach Wildfell Hall brachte.Dieses Buch ist vielleicht kein vollendetes Meisterwerk, verdient es aber, gelesen zu werden! Wer die anderen Bücher der Geschwister Bronte genossen hat, wird auch dieses Buch sehr schätzen, obwohl die Thematik eine andere, wenn auch ganz und gar nicht unaktuell, ist. Es ist spannend zu lesen, tiefsinnig, ausdrucksstark, mit einem schönen, vielleicht etwas zu langem Ende - alles in allem ein wirklich gutes Buch!
Not what I expected - This book is, for the most part, pretty depressing. The angelic heroine is almost too good to be true and bears all hardship with superhuman fortitude. The male characters are all less than ageeable to downright disgusting, even the good ones.I found the style of writing a bit clumsy. It starts out as letters to an unknown person, then shifts to diary by a different person as the letter writer (although it is supposed to be transcribed into a letter), then shifts to letter again. The reproduction of the conversations and depiction of events is too detailed to fit either medium (especially the diary part that takes up about 2/3 of the book which makes it rather unlikely that somebody would go to such lengths as to transcribe all of it into a letter). It would have been better just to tell the story without any further stylistic pretenses. Sometimes the book becomes a sermon even (probably due to the deep religiousness of the author).Nevertheless it is an interesting piece of literature and you can glean a pretty good picture of 19th century beliefs and social structures from it.
Strong woman courted by weaklings - Lying down with a nasty summer flu,I took up reading Brontes novel about a young, flighty woman who is changed to a serious, mighty lady of mysterious bearing (though actually the story clears all of her mysteries). It was absolutely exciting how Helen tries to escape the snares of her husband - a viler man has probably never been drawn in literature. Yet, not one man in her surroundings equals the emancipated heroine. Even her lover is a weakling in the end, stammering and stuttering and never being able to stand up for himself. It is her, eventually, who proposes! What a modern novel (and what a disappointing world of men)! Probably, the weaklings image is because Anne Bronte tried to avoid an overly black-and-white panorama, as yet, a female protagonist not meeting her equal in the end isn t very emancipated - but still very romantic, thus dumb. And probably running for the next trap: The one of constantly mothering her should-be-partner...
First Feminist Novel - Die Protagonistin Helen Huntigdon in Anne Brontes The Tenant of Wildfell Hall ist ein frühes viktorianisches Beispiel einer Frau, die sich gegen ihren trunksüchtigen, tyrannischen Ehemann auflehnt.Nach langen Entschuldigungen und Zweifeln flieht sie schließlich mit ihrem kleinen Sohn und baut sich als Künstlerin eine unabhängige Existenz auf. Obwohl sie das wahre Gesicht ihres Mannes bereits eine Woche nach der Hochzeit erkennt, steht sie zu ihrem Fehler, ihn zu heiraten und den Konsequenzen.Schonungslos analysiert die Figur Helen ihr Schicksal, mit einem erstaunlich modern wirkenden Gefühl für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in der Ehe und Partnerschaft: [...] [it] proves that you don t think it necessary to love your wife, you are satisfied if she can keep your house, and take care of your child..Ein Nachteil dieser Penguin-Ausgabe ist, dass am Anfang des Buches fast zwei Seiten fehlen, dieser fehlende Brief stellt allerdings eine wichtige Rahmenerzählung dar!Dennoch sind die Penguin-Ausgaben ein sehr kostengünstiger Weg, das Werk der weniger berühmten Bronte-Schwester kennenzulernen.